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Akute Bronchitis

Letzte Aktualisierung: 5.1.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die akute Bronchitis ist eine (überwiegend virale) Infektion der unteren Atemwege und betrifft insb. mittlere und größere Bronchien. Sie geht (fast) immer mit Erkältungssymptomen wie leichtem Fieber, Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen einher. Auskultatorisch sind seitengleich grob- bis mittelblasige Rasselgeräusche zu vernehmen, bei Bronchialobstruktion außerdem exspiratorisches Pfeifen. Die Diagnosestellung erfolgt meist klinisch. Röntgen-Thorax und Laboruntersuchung sollten nur bei V.a. eine Pneumonie erfolgen. Die Erkrankung verläuft i.d.R. selbstlimitierend. Essenziell ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, symptomatisch können Antipyretika und abschwellende Nasensprays sinnvoll sein. Bei bakterieller Sekundärinfektion kommen Antibiotika zum Einsatz.

Für eine fokussierte Betrachtung pädiatrischer Aspekte siehe: Akute obstruktive Bronchitis bei Kindern und Jugendlichen und Akute Bronchiolitis im Säuglingsalter

Definitiontoggle arrow icon

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Inzidenz: 5% aller Erwachsener pro Jahr [2]
  • Saisonalität: Vorkommen insb. in den Herbst- und Wintermonaten (in Deutschland)

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

  • Initial trockener, im Verlauf produktiver Husten [4][6]
  • Ggf. hustenassoziierte retrosternale/thorakale Schmerzen
  • Meist spärlicher, zäher Auswurf [6]
  • Erkältungssymptome wie Fieber, Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Ggf. Zeichen der Bronchialobstruktion mit exspiratorischem Giemen und Brummen sowie Atemanstrengung

Der Übergang von Erkältung zu Bronchitis ist fließend. Eine akute Bronchitis ohne Erkältungssymptome ist selten, daher sollten hier mögliche Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden!

Diagnostiktoggle arrow icon

Die Diagnosestellung erfolgt hauptsächlich auf Basis von Anamnese und klinischer Untersuchung.

Bei klinischer Diagnose einer unkomplizierten akuten Bronchitis kann auf weitere Laboruntersuchungen, Erregerdiagnostik und Bildgebung verzichtet werden! [6]

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

Eine Antibiotikatherapie vermindert bei der unkomplizierten akuten Bronchitis Symptomatik und Krankheitsdauer nur minimal und kann Resistenzbildungen fördern!

Eine akute unkomplizierte Bronchitis bei Patienten ohne chronische Lungenerkrankung soll nicht mit einem Antibiotikum behandelt werden.

AMBOSS-Pflegewissen: Akute Bronchitistoggle arrow icon

Beobachten/Überwachen

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

Weitere pflegerische Maßnahmen

Hygiene

  • Je nach Erregernachweis: Insb. für COVID-19 und Influenza bestehen i.d.R. Hygienestandards zur Prävention einer Ausbreitung, ggf.
    • Isolation: In einem Einzelzimmer bzw. Kohortenisolation
    • Mundschutz
      • Sinnvoll für Patient:innen beim Verlassen des Zimmers (zum Schutz von Mitpatient:innen und Personal)
      • Bei Mitarbeiter:innen für den Eigenschutz
  • Sputumhygiene: Patient:innen anleiten, Sputum fachgerecht zu entsorgen

Komplikationentoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prognosetoggle arrow icon

  • I.d.R. selbstlimitierender Verlauf [4][6]
    • Besserung des Allgemeinzustands nach 2–5 Tagen
    • Hustenpersistenz über mehrere Wochen möglich
  • Bei älteren, geschwächten und/oder pulmonal vorerkrankten Personen: Häufiger Komplikationen

Patienteninformationentoggle arrow icon

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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