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Morbus Scheuermann

Letzte Aktualisierung: 6.7.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Der Morbus Scheuermann ist eine wachstumsbedingte Erkrankung der Wirbelsäule mit vermehrter Kyphose. Rückenschmerzen treten am ehesten durch Komplikationen (beispielsweise Bandscheibendegeneration) im Erwachsenenalter auf. Das konventionelle Röntgenbild der Wirbelsäule sichert die Diagnose, wobei neben der Kyphose besonders die Einstülpung von knorpeligem Bandscheibenmaterial in die Deck- oder Bodenplatte des Wirbelkörpers (Schmorl-Knötchen) typisch ist. Therapeutisch wird Krankengymnastik mit Stärkung der Rückenmuskulatur empfohlen – bei Kyphosen über 50° kommen Korsettbehandlungen zum Einsatz.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Geschlecht: >
  • Alter: Häufigkeitsgipfel 10.–13. Lebensjahr

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

  • Wachstumsbedingt, die genaue Ätiologie ist unklar
  • Folgende Faktoren werden diskutiert
    • Schnelles Längenwachstum
    • Leistungssport
    • Erbliche Disposition

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

Bildgebung

  • Obligate Veränderungen
    • Ventrale Keilwirbelbildung (≥5°) bei mind. 3 benachbarten Wirbelkörpern
    • Rigide Hyperkyphosierung des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts
    • Sonderfall: Lumbale Form
      • Unruhiger, wellenförmiger Verlauf von Grund- und Deckplatten
      • Aufhebung der lumbalen Lordose
      • Keilwirbelbildung kann fehlen
  • Weitere typische Merkmale
    • Verkleinerung des Intervertebralraumes: Insb. ventral
    • Vergrößerung des ventrodorsalen (sagittalen) Wirbelkörperdurchmessers
    • Schmorl-Knötchen: Verlagerung bzw. Herniation von Bandscheibengewebe in die Deck- oder Bodenplatte der deformierten Wirbelkörper
      • Evtl. einhergehend mit Edgren-Vaino-Zeichen
    • Vorderer Kantenabbruch des Wirbelkörpers

Therapietoggle arrow icon

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Lokalisation der Muskel-Skelett-Beteiligung

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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