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Rapid Sequence Induction

Letzte Aktualisierung: 28.5.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die Rapid Sequence Induction (RSI) ist eine Sonderform der intravenösen Narkoseeinleitung, die zur Vermeidung einer pulmonalen Aspiration bei entsprechend gefährdeten Personen durchgeführt wird. Angestrebt wird dabei eine möglichst kurze Zeit zwischen der Gabe der Einleitungsmedikamente und der endotrachealen Intubation. Abhängig vom konkreten Vorgehen kann zwischen einer „klassischen RSI“ und einer „modifizierten RSI“ unterschieden werden, insb. letztere ist begrifflich jedoch nicht klar definiert. Zu beachten ist, dass es sich (insb. bei kritisch-kranken Personen) um eine Hochrisikoprozedur handelt, die eine sorgfältige Planung sowie eine gute Kommunikation im Team erfordert.

Definitiontoggle arrow icon

Rapid Sequence Induction (RSI)

Klassische RSI

Modifizierte RSI

Durch eine Rapid Sequence Induction soll die Zeit zwischen der Narkoseeinleitung und der endotrachealen Intubation möglichst kurz gehalten und so eine pulmonale Aspiration verhindert werden!

Es kann grundsätzlich zwischen einer „klassischen RSI“ und einer „modifizierten RSI“ unterschieden werden, insb. letztere ist begrifflich jedoch nicht klar definiert!

Indikationtoggle arrow icon

Eine Rapid Sequence Induction ist immer dann indiziert, wenn eine Allgemeinanästhesie unumgänglich ist und im Rahmen der Narkoseeinleitung ein erhöhtes Risiko für eine pulmonale Aspiration besteht!

Elektive Eingriffe sollten bei nicht eingehaltener oder unklarer Nüchternzeit verschoben werden! Bei Notfalleingriffen sollte die Möglichkeit einer alleinigen Regionalanästhesie evaluiert werden!

Ablauf/Durchführungtoggle arrow icon

Für eine detaillierte Übersicht zur Durchführung einer Rapid Sequence Induction siehe: Rapid Sequence Induction - AMBOSS-SOP!

Vorbereitende Maßnahmen

Narkoseeinleitung und Atemwegssicherung

Zur Minimierung des Aspirationsrisikos wird bei einer Rapid Sequence Induction keine Zwischenbeatmung durchgeführt! Im Falle einer (drohenden) Hypoxie sollte jedoch vom Standardvorgehen abgewichen und eine vorsichtige Zwischenbeatmung durchgeführt werden (individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich)! [4]

Besondere Patientengruppentoggle arrow icon

Rapid Sequence Induction bei kritisch Kranken [6][8][9]

Um eine hämodynamische Instabilität während der Rapid Sequence Induction zu vermeiden bzw. in ihrer Ausprägung abzuschwächen, sollte eine frühzeitige Noradrenalingabe erwogen werden!

Checkliste zur Atemwegssicherung bei kritisch Kranken [8]

Rapid Sequence Induction bei Kindern [10]

Rapid Sequence Induction bei Polytrauma [11][12]

Rapid Sequence Induction in der Notfallmedizin [12][13]

Rapid Sequence Induction in der Geburtshilfe [14]

Komplikationentoggle arrow icon

Die Rapid Sequence Induction ist (insb. bei kritisch-kranken Personen) eine Hochrisikoprozedur!

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

AMBOSS-Podcast zum Thematoggle arrow icon

Intubation: Kritisch Kranke sicher einleiten (September 2024)

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Quellentoggle arrow icon

  1. Mencke et al.:Neue Aspekte der „rapid sequence induction“ einschließlich Behandlung der pulmonalen AspirationIn: Der Anaesthesist. 2021, doi: 10.1007/s00101-020-00901-8 . | Open in Read by QxMD.
  2. Collins, O'Sullivan:Rapid sequence induction and intubationIn: BJA Education. Band: 22, Nummer: 12, 2022, doi: 10.1016/j.bjae.2022.09.001 . | Open in Read by QxMD p. 484-490.
  3. Stept, Safar:Rapid Induction/Intubation for Prevention of Gastric-Content AspirationIn: Anesthesia & Analgesia. Band: 49, 1970, p. 633-636.
  4. Avery et al.:Rapid sequence induction: where did the consensus go?In: Scandinavian Journal of Trauma, Resuscitation and Emergency Medicine. Band: 29, Nummer: 1, 2021, doi: 10.1186/s13049-021-00883-5 . | Open in Read by QxMD.
  5. Mencke et al.:Sichere und kontroverse Komponenten der „rapid sequence induction“In: Der Anaesthesist. Band: 67, Nummer: 4, 2018, doi: 10.1007/s00101-018-0416-7 . | Open in Read by QxMD p. 305-320.
  6. S1-Leitlinie Atemwegsmanagement.Stand: 21. August 2023. Abgerufen am: 27. September 2023.
  7. Soar et al.:European Resuscitation Council Guidelines 2025 Adult Advanced Life SupportIn: Resuscitation. Band: 215, 2025, doi: 10.1016/j.resuscitation.2025.110769 . | Open in Read by QxMD p. 110769.
  8. Boulos et al.:Rapid sequence intubation in high-risk patients: what clinicians and researchers must know – a narrative reviewIn: Anaesthesia Critical Care & Pain Medicine. Band: 45, Nummer: 4, 2026, doi: 10.1016/j.accpm.2026.101764 . | Open in Read by QxMD p. 101764.
  9. Higgs et al.:Guidelines for the management of tracheal intubation in critically ill adultsIn: British Journal of Anaesthesia. Band: 120, Nummer: 2, 2018, doi: 10.1016/j.bja.2017.10.021 . | Open in Read by QxMD p. 323-352.
  10. Handlungsempfehlung zur Rapid-Sequence-Induction im Kindesalter.
  11. S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung.Stand: 1. Dezember 2022. Abgerufen am: 2. Dezember 2025.
  12. S1-Leitlinie Prähospitales Atemwegsmanagement.
  13. Bernhard et al.:Handlungsempfehlung zur prähospitalen Notfallnarkose beim ErwachsenenIn: Notfall + Rettungsmedizin. Band: 18, Nummer: 5, 2015, doi: 10.1007/s10049-015-0041-9 . | Open in Read by QxMD p. 395-412.
  14. S1-Leitlinie Die geburtshilfliche Analgesie und Anästhesie.Stand: 2. März 2020. Abgerufen am: 30. November 2020.
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